Dammbrüche und sirenengeheul: landgrabbing durch terror nach den desastern von Mariana und Brumadinho

dc.creatorKlemens Augustinus Laschefski
dc.date.accessioned2021-09-04T21:55:11Z
dc.date.accessioned2025-09-09T00:18:19Z
dc.date.available2021-09-04T21:55:11Z
dc.date.issued2019-09-23
dc.format.mimetypeoutro
dc.identifier.issn2199-7594
dc.identifier.urihttps://hdl.handle.net/1843/37913
dc.languagedeu
dc.publisherUniversidade Federal de Minas Gerais
dc.relation.ispartofBrasilicum
dc.rightsAcesso Restrito
dc.subjectBarragens de rejeitos
dc.subjectBrumadinho (MG)
dc.subjectMariana (MG)
dc.subjectCalamidades públicas
dc.subjectLicenças ambientais
dc.subjectCrime contra o meio ambiente
dc.subject.otherRompimento de barragem
dc.subject.otherBrumadinho
dc.subject.otherLandgrabbing
dc.subject.otherDesastre tecnológico
dc.subject.otherMariana
dc.titleDammbrüche und sirenengeheul: landgrabbing durch terror nach den desastern von Mariana und Brumadinho
dc.typeArtigo de periódico
local.citation.epage20
local.citation.spage17
local.citation.volume255
local.description.resumoDiese beiden Ereignisse zählen weltweit zu den größten Umweltkatastrophen im Bergbau. Im Falle des Kollapses des Fundão-Staudamms rollte eine Lawine von 60 Millionen Kubikmetern toxischer Schlamm über einen 663 Kilometer langen Abschnitt der Flüsse Gualaxo do Norte, Carmo und Doce. Das Desaster forderte 19 Todesopfer, beeinträchtigte die Wasserversorgung von 35 Gemeinden und rund 1.200 Familien verloren ihr Zuhause. Die beiden Dörfer Bento Rodrigues und Paracatu wurden vollständig zerstört. Die Ursache ist nicht auf ein Naturereignis, sondern auf kriminelle Fahrlässigkeit nicht nur der beteiligten Unternehmen, sondern auch der für die Genehmigung und Überwachung von Dämmen zuständigen Behörden zurückzuführen. Es handelt sich also um ein durch Menschenhand ausgelöstes Desaster welches in der Planungsphase begonnen hatte und auch danach während des Katastrophenmanagements seine Fortsetzung findet. Bisher wurde niemand verhaftet und die Probleme der Opfer sind noch lange nicht gelöst. Der Bruch des Staudamms Córrego Feijão hat 270 Menschenleben gefordert (davon gelten immer noch 22 als vermisst). Der toxische Schlamm ergoss sich über mehr als 300 km über den Paraopeba-Fluss und seine Ufer. Beiden Verbrechen ging eine Reihe ähnlicher Vorfälle geringeren Ausmaßes voraus, die sich in einem Umkreis von weniger als 90 km in der Eisenerzregion um Belo Horizonte ereigneten. Dazu zählen die Dammbrüche in Itabirito 1986 (sechs Totesopfer) und 2014 (drei Opfer), Nova Lima (2001, fünf Opfer, Miraí (2007, 4000 Obdachlose) und Congonhas (2008, 40 obdachlose Familien). Die derzeit viel diskutierte "Nachlässigkeit" weist also auf den systemischen Charakter der Ineffizienz rund um die Umweltlizenzen hin. Dieser Mangel zieht sich auch nach den Desastern durch die endlosen Verhandlungen um Entschädigungsleistungen, die das soziale Leid der Opfer weiter erhöhen. Auf der anderen Seite erfolgt die wirtschaftliche Erholung der für die Verbrechen verantwortlichen Unternehmen überraschend schnell. In der Zeit zwischen den beiden Desastern von 2015 bis 2018 verdreifachte Vale S.A. ihre Gewinne. Alles deutet darauf hin, dass auch der Imageschaden des Unternehmens nach dem Verbrechen von Brumadinho nicht zu Verlusten führt3. Wir suchen nun Antworten auf zwei Fragen: Warum setzen sich etablierte Governance-Systeme nicht gegen diese multinationalen Unternehmen durch, um derartige Katastrophen zu vermeiden? Und: Nutzen die Unternehmen Katastrophen, um noch mehr Gewinn zu erzielen und sich neue Gebiete anzueignen?
local.identifier.orcidhttps://orcid.org/ 0000-0002-3439-084X
local.publisher.countryBrasil
local.publisher.departmentIGC - DEPARTAMENTO DE GEOLOGIA
local.publisher.initialsUFMG
local.url.externahttps://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/landkonflikte-umwelt/dammbrueche-und-sirenengeheul-landgrabbing-durch-terror-nach-den-desastern-von-mariana-und-brumadinho

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